Author Archives: Bertha Kessel

Herr, lehre mich die Kunst der kleinen Schritte

Paul-Schlitten
Ich bitte nicht um ein Wunder und Visionen, Herr, sondern um Kraft für den Alltag!
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte: Mach mich griffsicher in der richtigen Zeiteinteilung, schenke mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,… was erstrangig und was zweitrangig ist. Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müßte im Leben alles glattgehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, daß Schwierigkeiten, Niederlagen, Mißerfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen! Erinnere mich daran, daß das Herz oft gegen den Verstand streikt. Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat, mir die Wahrheit zu sagen! Ich möchte dich und die anderen immer aussprechen lassen. Die Wahrheit sagt man nicht sich selbst, sie wird einem gesagt. Verleihe mir die nötige Phantasie, im rechten Augenblick ein Päckchen Güte mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben. Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen. Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche.
Aus: Die Stadt in der Wüste – Antoine de Saint-Exupéry
Nachtrag am 16.08.2013 Ich als kritische Geisteswissenschaftlerin frage immer nach der Quelle. Die scheint es hier nicht direkt zu geben. Horden von Bibliothekaren haben sich schon den Kopf zerbrochen. http://www.hbz-nrw.de/produkte_dienstl/mlist/rabe/200108/20010813.html
Das nächstliegende, das ich als von Grübelzwängen geplagter Mensch herausgefunden habe ist, dass es „nach Exupéry“ verfasst wurde, d.h. Gedanken von ihm wurden von jemandem anders in dieses Gedicht komprimiert. Wahrscheinlich findet man die Ursprünge ganz verstreut und sinngemäß so. „L’essentiel, nous ne savons pas le prévoir. Chacun de nous a connu les joies les plus chaudes là où rien ne les promettait. (Das, worauf es im Leben ankommt, können wir nicht vorausberechnen.  Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat.)- Antoine de Saint-Exupéry, Terre des Hommes (Wind, Sand und Sterne).

Das Flaschenpostschiff nach Amerika. Zweiter Versuch.

Johnny will nach Amerika mit Annie Lennox

Worte von Annie Lennox. Fotos von Bertha Kessel für PsyTaArt.

Wie oft muss ich noch versuchen, dir zu sagen
dass mir all die Dinge leid tun, die ich getan habe?

Johnny

Ich sage zu oft zu mir selbst: „Warum lernst du nie deine große Klappe zu halten?“

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Ich mag verrückt sein
Ich mag blind sein
Ich mag teuflisch gemein sein
Aber ich kann immer noch deine Gedanken lesen
Und ich habe dich zu oft sagen hören
Dass du besser dran wärst, wenn du weg wärst.

Johnny2

Übrigens…
Warum kannst du nicht sehen, dass dieses Boot sinkt
(dieses Boot sinkt dieses Boot sinkt)
Lass uns zum Ufer gehen

Johnny3

Und wir können diese Zweifel verjagen
Manche Dinge spricht man lieber nicht aus
Sag mir… Warum Sag mir… Warum

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Dies ist das Buch, das ich nie gelesen habe
Dies sind die Worte, die ich niemals sagte
Dies ist der Pfad, den ich nie betreten werde
Dies sind die Träume, die ich stattdessen träume

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Dies ist die Freude, die sich selten verbreitet
Dies sind die Tränen
Die Tränen, die wir vergossen haben
Dies ist die Angst
Dies ist der Schrecken
Dies ist der Inhalt meines Kopfes

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Und dies sind die Jahre, die wir verbracht haben
Und das ist es, was sie sagen
Und dies ist, was ich fühle
Weißt du, wie ich mich fühle?

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Denn ich glaube nicht, dass du es weißt
Ich glaube nicht, dass du es weißt
Ich glaube nicht, dass du es weißt
Du weißt nicht, was ich fühle

Johnny9

NSA-Überwachung

NSAWas kann man (Frau auch) tun, wenn unzählige Gedanken im Kopf Purzelbäume schlagen und sich nicht mehr sortieren lassen? Wenn NSU und NSA und alle anderen Dinge nur noch verschwimmen?
Einfach mal einen Kommentar schreiben unter einen Artikel auf Spiegel-Online, von dem man (Frau auch) weiß, dass dieser extrem unpopulär ist (z.B. die Argumentation eines CSU-Ministers) und sich dann daran erfreuen, dass man (Frau auch) zu recht von der versammelten Netzcommunity zitiert und zerrissen wird. So viel Spaß! Da sind die Fronten wenigstens klar. Solltet ihr auch man versuchen.
http://forum.spiegel.de/f22/nsa-spionage-merkel-laesst-die-deutschen-im-stich-95568-4.html#post13227517

Mein Kommentar (gleich die Nr. 2):

„Wäre es in Deutschland zu Terroranschlägen mit vielen Toten gekommen, hätte die Kanzlerin dann nicht auch den Eid gebrochen, Schaden abzuwenden? Wo haben denn die Attentäter vom 11.09.2001 studiert? Ist es nicht auch das Recht/die Pflicht der Amerikaner, Schaden abzuwenden?“

Oder an D-Radio Kultur schreiben, oder, oder, oder…

Feuer frei! 🙂

Wasser – Straßen – Kunst

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken. Die Geschichte zur Flaschenpost, zur Wasserstraßenkunst folgt in Kürze!

Vorderseite
Flachenpost1a

Rückseite

Flaschenpost1b0001

Den Brief in einer Tüte verpacken

Flaschenpost2

Unter den Brücken eine gute Stelle für den Beginn der Reise aussuchen.

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Ein letzter Blick, bevor es losgeht.

Flaschenpost4

Ab ins Wasser und danach die Kumpeline in Hamburg anrufen und ihr sagen, dass der Brief unterwegs ist!

FlaschenpostEnde

Liebe ist ein Arschloch!

„Liebe ist ein Arschloch!“

Ich liebe dich so

Interview mit Bertha K. über die Liebe. Wieso „die Liebe“? Warum ist „Liebe“ weiblich? Warum nicht über „den Liebe“? Warum, warum, warum? Egal! Das ist nicht ihre Street Art. Und scheinbar nicht ihr Thema.

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Liebe Bertha, wenn du die Augen aufmachst, dann ist um dich herum alles voller Kunst und Liebe. Scheinbar braucht niemand deinen Zynismus, dein Schwarzmalen und deine Abneigung gegenüber allem, was schön ist, oder?

Ich mache doch die Augen auf, wenn ich nach Hause komme. Neben
Werbeaufklebern sind da Zettel, die mich über die Liebe aufklären wollen.
Erstens hält das nur bis zum ersten Regen, genau wie die Liebe. Und zweitens
ist das alles nur geklaut. Und warum fängst du mit „Liebe Bertha“ an? Da merkst
du doch schon, wie abgenutzt dieser Begriff ist!

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Wie meinst du das mit dem geklaut?

Ein bisschen Nena, Ich & Ich, Erich Fried, ein bisschen Max Dauthendey (Anmerkung der Redaktion: Bertha will jetzt intellektuell klingen, dabei hat sie erst einmal im Internet rumgesucht!) Nehmen wir das hier: „Und Menschengöttlichkeit Fühl‘ ich bei dir durch dich.“ Menschengöttlichkeit? Das klingt verliebt. Aber wie endet das Gedicht?

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„Mein Blut im Paradies für mich. Es haben alle Wünsche Ruh‘, – Ich weiß nicht mehr, wer bist dann du. Ich weiß nicht mehr, wer bin dann ich“

„Mein Blut im Paradies für mich.“ Das klingt doch ziemlich egoistisch, oder? Und ich weiß nicht mehr, wer du bist, wenn du dich in den nächsten verliebt hast. Und Gott damit reinziehst. Aber Liebe ist und bleibt ein kaltes und zerbrochenes Hallelujah!

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Jetzt klaust du aber auch, Bertha!

Ja, ich weiß. Weil ich nichts mehr fühle. Um nicht ganz leer zu sein, klaue ich mir Dinge, die sich irgendwie anfühlen, in Filmen, in Liedern, in anderen Menschen. Wie die Aufkleber hier. Ich war es wirklich nicht. Aber alles geklaut! „Liebe, die du mich zum Bilde Deiner Gottheit hast gemacht“, ein Spruch aus einem Konfirmationslied von Johann Scheffler (1624 – 1677).

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Bertha, du bist mir echt viel zu negativ? Das ist doch wahnsinnig schön, diese Form von Kunst, die viel mehr Menschen teilen sollten?

Ich bin negativ? Wer taugt denn nicht hier zur Liebe? Das ist doch alles nur Sommer. Und Sommer habe ich schon so viele erlebt. Die kommen und gehen. Ich muss aber hierbleiben! Wo ist denn die Liebe zu dem, der dich tragen wird, auch wenn du es jetzt gerade nicht spürst? Ich meine damit nicht Gott oder so. Ich meine damit denjenigen, nach dessen Abbild deine Kinder sind. Der braucht jetzt alle Liebe, die du aufbringen kannst, weil da scheinbar gerade eine Menge aus den Fugen geraten ist. „All you need is love“! Gerade für das Ende, an dem nichts mehr zusammenzupassen scheint. „Liebe ist ein unordentliches Gefühl“ hat Precht ein Buch genannt. Ich finde „Liebe ist ein Arschloch“. Aber wenn ich diesen Spruch im Internet eingebe, sehe ich, dass der auch nicht ganz neu ist.

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Du bist scheinbar kein Fan der Liebe?

Doch. Die Liebe zu meinen Brüdern, zu meinen Schwestern, zu meinem Vater, zu meiner Mutter, die ist wertvoll. Der Rest ist kaputt, ist das Ende, das noch zappelt, aber dich und mich in einem Meer aus Begegnungen, aus Sehnsüchten und der aktuellen Großwetterlage belügt. Und kaputt macht. Und es macht nicht neu. Die Dinge werden verhindert, anstatt sie zum Leben zu bringen.

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Hast du gekifft?

Nein, aber ich bin müde. Und verwirrt. Wenn ich bedröhnt wäre, dann würde man das hier wenigstes darauf schieben können und alles ganz toll finden. Hier bleibt jetzt nur die kaputte Bertha K., die ein bisschen wichtig tut. Und schöne Dinge einfach so kaputt redet. Und hinterher tut es ihr dann alles leid. Aber es gibt kein hinterher. „Nichts ist Second Hand. Alles ist Exklusiv!“ hat Phillip Schiemann in einem Gedicht gesagt. Oder dieser Typ hier. Wollte ein Liebeslied schreiben und hat dann an ein Hundchen gedacht! Weil das die einzige Form von Liebe war, die er sich noch vorstellen konnte.

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Ok, Bertha, dann mache es doch selbst besser!

Ich bin am überlegen. Das Schloss mit der Scheidungsrate ging ja in diese Richtung.

Das war aber auch wieder negativ!

Ich weiß! Aber wenn ich über Liebe nachdenke, dann ist das nicht die Liebe zwischen zwei Partnern. Dann ist das die Liebe zu meinem Nächsten. Dann ist das Aufopferung und Demut. Der Rest ist nur noch Asche, Dreck und Pornografie.

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Ich danke dir für dieses spontane Interview. Vielleicht fällt dir ja in einer anderen Situation etwas anderes ein. Dann darfst du dich gern melden.

Das mache ich! Ob ich darf oder nicht!

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Dylan

Hans Berger

„Hans Berger, der förderndes Mitglied der SS war, wurde im Jahre 1938 emeritiert. Damit endete auch seine Tätigkeit als ärztlicher Beisitzer am Erbgesundheitsobergericht (EGOG) Jena, wodurch er an den Zwangssterilisationen im nationalsozialistischen Deutschland mitwirkte. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde ihm 1939 nochmals die Klinikleitung kommissarisch übertragen. Als ihn 1941 der NS-Rassenhygieniker Karl Astel bat, erneut am EGOG tätig zu werden, antwortete Berger am 4. März 1941: „Ich bin sehr gerne bereit, wieder als Beisitzer beim Erbgesundheitsobergericht in Jena mitzuwirken und danke Ihnen dafür.“ Zum Einsatz kam es nicht mehr.
Am 1. Juni 1941 nahm sich Hans Berger im Südflügel II der Medizinischen Klinik in Jena zwischen 4:20 und 7 Uhr in einem Anfall von Schwermut durch Erhängen das Leben. Er wohnte zuletzt im Sanatorium für Nervenkranke in Bad Blankenburg, dessen Leiter er war. In Jena wurde er begraben. 1940 wurde Berger dreimal, bei insgesamt 65 Nennungen, für den Nobelpreis nominiert und die beiden anderen Vorschläge 1942 und 1947 wurden aufgrund seines Todes nicht mehr bewertet.“ Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Berger_(Neurologe)

Ganz großer Text von Bob Dylan. „damit du meine Liebe fühlen kannst.“ Das würde ich gern auch so können. Solche Texte schreiben. Nimm mich mit auf die „Never ending Tour“, die niemals endende Tournee.

„Wenn dir der Regen ins Gesicht weht, und die ganze Welt dir auf den Fersen ist, könnte ich dir eine warme Umarmung andienen, damit du meine Liebe fühlen kannst.

Wenn Abendschatten und Sterne nahen, und niemand da ist, der deine Tränen trocknet, würde ich dich eine Millionen Jahre halten, damit du meine Liebe fühlen kannst.

Ich weiß, du hast dich noch nicht entschieden. Dabei könnte ich dir niemals etwas Böses tun. Ich wusste es in dem Moment, als wir uns trafen, hatte nie einen Zweifel, zu wem du gehörst.

Ich würde hungern, würde grün und blau, und ich würde jede Straße ‚entlangkriechen‘. Nein, es gibt nichts, das ich nicht tun würde, damit du meine Liebe fühlen kannst.

Die Stürme wüten auf rollender See und auf der Straße der Leiden. Gerade weil der Wind des Wandels so wild und frei weht. hast du mich noch nie so standhaft gesehen.

Ich würde dich glücklich machen und deine Träume wahr werden lassen. Es gibt nichts, was ich nicht tun würde. Ich ginge bis ans Ende dieser Welt für dich. Damit du meine Liebe fühlen kannst, Damit du meine Liebe fühlen kannst …“ Copyright © 1997 Special Rider Music
Time Out Of Mind

Ich war es nicht!

BaumMontag, 19.34 Uhr

Gehst mal schön in die Stadt, eine Bratwurscht essen.

Welchen Moment habe ich verloren?

Ich hatte schöne Ziele gefunden.

Aber die Wertvollen waren mir verborgen geblieben.

Und wenn das ein Blick auf das Zukünftige ist?

Die Zeit hat einen Sprung.

Schott.

Bob Dylans Sonnenbrille.

Der Zeitraffer bei Benjamin Button.

Wo ist das Kribbeln hin, das irgendwann mal ein Sex Shop ausgelöst hat?

„Hey Kind, wo bist du
Niemand sagt Dir, was zu tun ist, Baby
Hey Kind, schüttle ein Bein
Vielleicht bist du verrückt im Kopf, Baby“ REM Drive

Fehler 1603

Füge hier08.07.2013 Stoned an einem Montag im Sommer.
„Ich bin nicht verkehrt“, sagt mein Herz im Moment.
es sollte Nicht sein
keine Wut
Hauptsache, es ist gut.
Mach, dass er wieder lebt
Hauptsache ist, dass es irgendwie weiter geht.
Ein komisches c und ein komisches g
Pläne sind Therapie!
(auf die Frage, ob ich Pläne oder Therapie mache!)
deine Gedanken hinzu… (optional)

Wer ist Andrea Dunker?

Wer ist Andrea Dunker?

Jedes Mal, wenn ich bei Hotmail meine Registrierungs- und Spamemail anschauen will (für sowas benutzt man halt eine Hotmailadresse), bringt mich Andrea Dunker aus dem Konzept. Hotmail gibt’s ja jetzt nicht mehr, sondern das heißt jetzt alles Outlook. Genau wie der antike Outlook-Express, den nur noch Eltern nutzen.

AndreaDunker

Andrea Dunker macht also Werbung für die Totalüberwachung, diesmal von Microsoft. Ich soll mir als Kunde vorstellen, wie es ist, wenn Andrea in meiner Freundesliste wäre. Andrea ist schon hübsch. Auf jeden Fall mein Frauentyp. Die Emailadresse und ihre Handynummer scheinen nur Fake zu sein. Ist sowas erlaubt? Da irgendwelchen Mist einzutragen und nicht die echten Daten?

Jetzt habe ich die Wahl, Andrea eine Email zu schreiben oder sie mit dem Messenger anzuklingeln (und der heißt jetzt Scype). Die haben alles, was Millionen Menschen nutzen, aufgekauft. Google vs. Microsoft? Endkampf? Kalter Krieg?

Ich verliere den Faden. Wir wollten über Andrea Dunker nachdenken. Gibt es sie wirklich? Wie war das damals mit Erika Mustermann?

Alles genau erforscht. Ich will wissen, wer Andrea Dunker ist. Ich bin für Hinweise und Ratschläge dankbar! So, erst einmal Gooooooogeln. Andrea Dunker allein hat viel zu viele Treffer. Es gibt überall Andrea Dunker (wow, wenn in Zukunft Millionen verrückte Menschen nach Andrea gooogeln, dann landen sie alle auf PsyTaArt.)

Andrea Dunker und Outlook suchen.

Ich könnte einen anderen WordPressblog anfragen? Da taucht auch dauernd Andrea auf. Coole Idee. Na mal sehen, was passiert. Ich werde berichten!

Nachtrag 10.07.13
So, ich habe jetzt eine Email an Microsoft geschrieben. Da muss doch was zu machen sein??? Die werden mir bestimmt antworten, wie ich Andrea Dunker erreiche!

feedback

Fehler 1603

Ente

21 Uhr breit. Ich bin Schriftsteller! Fotograf! Als Autor muss man da nun mal durch. Das ist alles nur das Training:

  • für das große Buch
  • das ganz große Musikalbum
  • ein wunderschönes Bild.

Gedankenexperimente.

Fehler 1603! Schrecklich. Das tut uns leid. Das ist das schlimmste, was passieren kann! Todesurteil. Diagnose. Es ist alles verloren! Betretenes Schweigen. Fehler 1603!!!!!!!!!!!!!!!! Es tut mir so leid (hier muss ein Buch, eine Geschichte ein Film entstehen! Fake!)

Fehler1603

Déjà-vu Das ich alles tun kann!

Heute will ich weiter gehen! Gespeichert! Aktives Programm. Was wird das hier? Dorftrottel. „Protokollführer. Weiterschreiben.“

So geht also Kifferliteratur! Was war das denn für ein kranker Tag? Was weißt du noch davon? Wo warst du? Du bist ziemlich durcheinander! Muss man die Kunst verstehen? Wieso erst kodieren und andere müssen sie dann dechiffrieren? Klarheit. Nur Gefühle! Computer hat geholfen. Angeber! Virus! Von Pornoseiten! Die Kifferscheiße eines Patienten! Bauchschmerzpatienten! Was mache ich, wenn es beruflich nicht klappt? Was macht Vice???? Die Gedanken müsste man aufzeichnen können! Google-Glas! guuuuugeeeelGLAAAAAS haha zurück zum Thema: Fehler 1603!!! Jeder Satz hier ist ein bestimmtes Gefühl. Ich transferiere ihn hier in ein neues Medium. Aber die Bilder fehlen. Die Töne. Es wird so nicht klappen. Musik! Es wird so nicht klappen! Lektorat. Seriennummer! Die Bösen Magixxxxxxxx! Ich könnte auch zu Papa gehen! In Gedanken! Die Gefühle entdecken. Wahnsinn. Bitte analysiere das alles hier nicht! Ich bin gerade auf einer Reise und will das hier genießen! Selbstdarsteller! Gefällst du dir im Spiegel? Wann ja? Wann nein? Groß und klein. Audio Cleaning!

Erschöpfung ist alles, was mir bleibt! Wer hat das mit dem Arztausweis gesagt??? Hier Welt! Ehrlichkeit? Angeber. Ich durchschaue dich! Dich auch! Erzähl mir, wer ich bin! Ich saug dich aus! Angst. Ich werde verrückt, Ende. Was ist das hier??? Holodeck! Eine Sekunde am Ende eines Lebens. Wir schalten jetzt ab! Ich will heute hier bleiben! Wir schauen hin! Wo willst du sein? Magst du es? Jeder Mensch hat eine Geschichte! Trauer. Alle katalogisieren! Den Menschen finden! Abgrenzen! Ich vermute, es liegt an den Tabletten (hoffe ich doch!)

Das Finale. Habs fein? Was denn das??? Welchen Ton, wenn ich noch nicht mal ein Lied habe? Aktiv vor 2 Stunden. Mich fühlen! Danke. Du  bist sehr begabt. Du überraschst uns. Diesen Text öffentlich vorlesen. Theater! Die Überleitung klappt nicht. Ich will ins Traumland. Immer! Ihr stellt Fragen, die mich aus dem Konzept bringen! Mag ich das? Nein, ich will meine Geschichte erzählen, sonst kann ich meine Gefühle nicht transportieren. Es wird dunkel: it´s getting dark, Mr. Bob Dylan. James Bond. Geheimauftrag. Ich habe die Glücklichen registriert! Sekte! Du bist geheilt! (nicht meine Krankheit! Ich bin der Guru!)

Kein Anruf! 5 Seiten. Das ist doch alles eine große Geschichte, oder? Der Mensch verändert sich. Dein Herz schlägt schneller, als ich merke. Diese Worte einfach gelesen ergeben keinen Sinn, sondern ich müsste das Gefühl jedes einzelnen Wortes mitschicken. Da ist vorher schon was schief gelaufen. Verwechsle es nicht. Ursache und Wirkung! Du bist … Ich kann es nicht analysieren, wenn ich nicht weiß, was andere von mir denken? Das ist groß! Englische Texte. Deshalb erzählt ihr so unverständliche Texte. Beispiele! Da war ich doch noch klar? Ich verstehe das nicht. Hallo meine lieben Brüder. „1000 mal lieb“ gefällt dir nicht? Mir ja! Wo wohnst du? Wie geht deine Geschichte? Es ist 23 Uhr. Ich hab´s geschafft.

Ich bin nur der Bote, nicht die Botschaft!

I was Thursday’s child

Der 24. Januar eines bestimmten Jahres war ein Donnerstag. Auch ich war also ein „Thursday’s child“, ein Kind des Donnerstags, wie David Bowie singt.


Ist das ein Zufall? Oder gehört es zu diesem bereits abgedrehten Film, der hier abläuft und sich Leben nennt? Eine junge Frau, die fesselnde Blogeinträge schreibt, wünscht sich David Bowie an ihrer Seite, als mit Hilfe eines EEGs epileptische Anfälle bei ihr ausgelöst werden. Ich habe den Blogeintrag verschlungen. Wenn ich die manchmal grauenhafte Realität nicht beeinflussen kann, dann werde ich mich in Zukunft eben zurücklehnen und mit der richtige Dröhnung und der passenden Musik den Film betrachten.

Bekifft die Mondscheinsonate hören. Das ist angenehm. Die Zeit steht still, aber ich verliere mich.

Der Tag kommt mir vor, wie ein Leben im Wolkenkuckucksheim.

Wolkenkuckucksheim

Ich schreibe mir auf, mit wem ich heute alles geredet habe. Es waren eine Menge Leute. Aber trotzdem kommt mir jetzt alles vor wie ein Traum. Als wenn ich durch den Nebel krieche. Ich wandle im Schlaf durch den Tag. Ich taumele. Das taucht doch in diesem Gedicht „Weihnachten 99“ von Philipp Schiemann auf? Ich reagiere nur noch auf alles automatisch. Aber ich kann es nicht mehr fassen. Liegt das an der Krankheit? An den Medikamenten? Fühlt es sich so an, wenn man wahnsinnig wird?

Aber „stoned“ bekommt der Film Risse. An den Rissen und Aussetzern, an den Rändern, die sich auflösen, merke ich, dass das alles nicht real sein kann. Tag, jetzt habe ich dich durchschaut. Aber ändern kann ich es ja doch nicht.

Ich habe die aktuelle World-Press-Ausstellung gesehen. Es ist so viel Liebe, Hass und Schmerz auf den Fotos zu sehen. Vier tote Kinder in einer Leichenhalle. Sie sehen schrecklich friedlich aus. Und so leer! Ich sollte keine Bilder mehr machen, die nur „egal“ sind, die irgendetwas darstellen. Gute Fotos zeigen nicht nur ein Objekt, ein Abbild. Vielleicht gelingen mir irgendwann Bilder, die ein bestimmtes Gefühl transportieren! Daran werde ich arbeiten. Und an allem anderen auch.

Die Natur gegen Bertha K.

Bertha K. denkt, sie wäre eine bessere Künstlerin, als die Natur. Ok, machen wir einen Wettbewerb. Bertha fängt an. Bertha, gib mir ein Gesicht!

PsyTaArt

PsyTaArt

Naja, das ist schon mal ok. An der Nase musst du echt noch üben. So, jetzt geben wir mal dem Bach einen Tag Zeit, Berthas Maske zu bearbeiten.

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Meiner Meinung nach steht der Sieger eindeutig fest. Es ist der Bach. Fließt einfach so ruhig vor sich hin und schafft dabei ein großes Kunstwerk! 1 zu 0 für die Natur. Bertha, überleg dir schon mal, wer dein nächster Gegner sein wird: der Wind, die Sonne…

PsyTaArt

PsyTaArt

„Sag mal, ist es kalt, wenn man das Gesicht verliert?“ (Scamp „Lass diesen Tag“)

„Lass es laufen den Berg hinunter.
Lass es laufen durch’s Tal.
Gott hat dem Fluss diesen Weg gegeben,
Sicher tut er’s nicht noch mal.
Bitte lass ihn ungestört.
Das Wasser weiß selbst, wo es hingehört.
Bitte lass ihn ungestört.
Das Wasser weiß selbst, wo es hingehört.“ (Keimzeit, So)

Hochzeitsbräuche in Thüringen

Scheidung Nr. 1

Scheidung Nr. 1

Komischer Brauch in einer thüringischen mittelgroßen Stadt. Die Brautpaare hängen an die Saale billige Vorhängeschlösser, eingraviert mit ihren Namen und Hochzeitsdaten. Die Punks im Paradies kleben dann lustige Aufkleber drüber.

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Bertha K., dieses beziehungsunfähige Monster, hängt neben das Schloss von André und Cathleen, die am 02.04.2006 geheiratet haben, ihr eigenes Schloss.

Scheidung3Scheidungsrate 50 %! Jetzt versaut sie an dieser Stelle so vielen frisch verheirateten Paaren, die noch an die Steuervorteile glauben, die Stimmung (auch wenn sie recht hat. Dieses Schloss hätte sie nur besser an die Tür des Standesamtes gehängt.)

Street-Artisten fotografiert. Und Mutmacher!

Der Vorgesetzte hat heute auf jede Idee, die der Mitarbeiter geäußert hat, geantwortet: „Das geht nicht“ oder „das gibt es schon“!

Dem Gründer von Zalando hätte man auch fragen können „Schuhe verkaufen doch auch schon andere?“ Oder demjenigen, der die Idee für Amazon hatte. Da wurden vorher auch schon Bücher verkauft. Also, hören sie, liebe Mitbürger_innen, nie auf die Bedenkenträger. Wenn die Verpackung und der Inhalt super sind, dann verkaufen wir den Wein eben in neuen Schläuchen!

„Alle haben gesagt: ´Das geht nicht`. Dann kam einer, der das nicht wusste und hat´s gemacht!“

The times they are a-changin from Tony Fox on Vimeo.

Und hier heimlich Street-Art-Künstler bei der Arbeit gefilmt.

Streetart

Hier kommt der

Eigentlich wollte ich den Sonnenuntergang fotografieren. Naja, wie der Mond langsam hinterm Haus rauskommt, ist auch schön. Sonnenuntergänge sind sowieso total überbewertet 🙂 Der Mond gibt heute aber ganz schön an! Sollte man öfter mal wieder hinschauen. Mutter, ich werde Mondfotografin!

Abendlied (Matthias Claudius)

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.

Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!

mond3

Grübeltagebuch am Ende einer magischen Woche.

16.06.2013 21:00 Uhr beim Punkfestival

„Für immer Punk möchte ich sein, für immer Punk.“

Wie war das mit 15 Jahren in der Uckermark, wenn wir einmal im Monat zum Punkkonzert nach Feldberg gefahren sind? „Eisern Templin“ und Pogo! Und vorher im Treff Nr. 1? Um 12 spielte der DJ unsere Lieder, damit wir unser Pogoritual hatten:  Our house in the middle of a Street.
Oh ja, wir waren da schon linke Skins. Should I stay or should I go now?

Und die großen roten Springerstiefel! „Die letzten holt die Bundeswehr, shalalalala“, mein Freund. Und dann bist du freiwillig als Soldat nach Jugoslawien gegangen! Und jetzt bist du Polizist. Mit 14 das „Wort zum Sonntag“ grölen! Revolution! Wo bin ich jetzt?

B. ist jetzt Melanie. Ich bin verwirrt. Also muss ich B. jetzt Melanie nennen? Haha an diesem Fettnäpfen bin ich vorbeigekommen.
Mein „Verliebt sein“ und Keimzeit. „Es ist seine Geschichte, doch nicht meine!“

Märchenprinzessin, erinnerst du dich noch an unsere langen Spaziergänge?
Ich kann Realität, Gedanken und Emotionen nicht mehr auseinanderhalten. Schau dir meine Handschrift genau an!

21.30 Uhr Jetzt bin ich voll drauf!!! Grübeln über das nächste Lied, das dazu passt. „It´s hard to dance that way, when it´s cold and there ´s no muuuuuuusic.” (2,40 min) Kinderschrift
„Protokollführer, weitermachen” sagt der Dorfidiot und ist mir sofort unsympathisch.

Ich muss es allein nach Hause schaffen, Papa! „I always take the long way home”.
„Du bist Künstler!”   Wer bin ich? „Beim Foto ansehen fehlt das Gefühl, das du hattest, als du ihn angesehen hast.“  Das ist meine Weisheit zur Frage, wieso es keinen Sinn macht, einen Sonnenuntergang zu fotografieren.

Nazitagebuch. Ich werde um zehn mit dem Versuch beginnen, nach Hause zu kommen.

Sind Kräuter die neue Therapie? vgl. Die Kunst des negativen Denkens
Dadadada, A., P., B. alle hatten komische Spitznamen.

Hand2

Sy. war heute viel zu oft Thema in meinem Herzen.

Ihre Hände. Nachrichten und Gespräche.

Ergot. und Psychot. und meine Angebergefühle und das Prahlen.

Und die Zeit steht wieder still.

Gundermann, der auch dauernd Thema ist, genau wie Kinski.

Das ist eine krasse Zeit und ich weiß nicht, wo es endet. „Angeberkunst“. Du stehst doch drauf!

Du bist niemand und lässt dich von anderen erfinden. Bist du alles oder Nichts? Clown oder Poet? Extreme. Seit wann? Schon immer. Was war das für ein krasser Tag. (Nachtrag 16.06. Ägypten-A.: „ja, ich kann mit Liedtexten nichts anfangen. ein ständiges ´krass` verstehe ich auch nicht“)

Dumme, kluge Sätze neben mir. Ich will einen festhalten. „Schnauze, due Blödmann“. In thüringischem Dialekt.

Leg das Buch weg und sei hier.

(Notiz allein am Bahnhof)

Hey, kaputte Prinzessin, was für ein Nazikaff, in dem wir hier festsitzen. Unterschied zwischen Denken (Gefühle und Schleifen) und Schreiben (Ordnen und Zensieren).

Lieder und Wirklichkeit

b2Sex und Foto.

„Interner Speicher voll“. Das ist die Meldung vom Fotoapparat. Das könnte auch mein Gehirn melden. Was für Bilder willst du machen?

Ist auf deinem Grabstein noch Platz für meinen Namen? Welche Sehnsucht wird damit erfüllt?

Kontrolle! To-do-Liste. Ich habe die Kontrolle doch schon lange verloren!

Konrad-Adenauer-Stiftung und Weinwanderung, hahahaha

Nachprotokoll zuhause: Die KAS reißt mich aus meinen Gedanken. Der Feind vor der Tür macht mich klein.  „Es ist seine Geschichte, und nicht meine.“ Ich bin hier übrig. Foto mit Grafik. Realität – Gedanken (mit Pfeil zur Realität – „Die werden für die da konstruiert, um das ganze zu ertragen“) – GefühleGrafik

„Jetzt bin ich behindert“, sage ich zu P. Behindertenwegweiserkarriere.

Fällt euch kein besserer Film ein?

Warum will ich wissen, was andere von mir sagen? Ruhe jetzt! Ich gefalle mir dann selbst. Narzissmus.

„Dann geh doch! Es gibt viele andere Welten als die hier.“

Ingo Zamperonie und Okka Gundel moderieren die Tagesthemen, Sport, Vierter.

Film „Ich existiere!“

Da war ich noch Angeber. Jetzt bin ich nichts.

Panik auf dem Flohmarkt.
Aus

16.06.13 Mein Traum: A. mit großen Brüsten und der Typ mit den Muskeln, ich schlafe. Meine schlechte Haut. Ich muss mich zwingen, dort nicht mehr hinzugehen.
Status getrennt? Ist nicht jeder irgendwann, von irgendwas, irgendwie getrennt?
„Was habt ihr getan?“ schreit die Mutter in ihrem Wahnsinn.
Das sind nicht die Lieder von früher!

Und immer wieder schaue ich nach, ob sie die Nachricht gelesen hat.

Johnny Depp „Meine Freunde halten mich für einen Irren. Aber das bin ich nicht. Ich bin nur so, wie sie auch wären, wenn sie nicht so viel Angst hätten.“

Wolke

15.45 Uhr Ich sitze allein an der Saale und trinke Kaffee. Immer allein in Gedanken, mit denen ich versuche, meine Gefühle zu beeinflussen. Jetzt geht es gerade gut allein. Hier läuft Johnny Cash. „What have I become? My sweetest friend Everyone I know goes away in the end And you could have it all My empire of dirt I will let you down I will make you hurt.”

Im Grübelbuch steht: „Besorg dir die Übersetzung und dieses Video!“ „Was ist aus mir geworden, mein liebster Freund? Jeder, den ich kenne, stirbt am Ende. Und du könntest es haben – mein Reich des Drecks. Ich werde dich im Stich lassen, ich werde dir weh tun.“
Hätte ich nicht besser formulieren können.

Y. fragte: „Du kommst ja heute so spät?“ Ich mochte das Gefühl, das ich hatte von Nähe und Geborgenheit. Mein Bruder hat mir schon vor Jahren vorgeworfen, dass ich immer alles gleich „zerdenken“ würde.

Süchtig wirst du nicht nach dem Stoff, sondern nach dem Gefühl, bewusst die Kontrolle zu verlieren (die du sowieso nie hattest). Umso mehr wir uns um Hochwasserschutz kümmern, umso schlimmer werden die Hochwasser. Umso mehr ich versuche, mein Leben zu kontrollieren, umso mehr geht es schief. Ich bin unter einer großen Brücke im Sumpf umhergelaufen und wollte den Ort finden, an dem die Flaschenpost(s?) ankommen. Ich darf das, ich nehme Tabletten!

20:10 Uhr Ich werde gefragt, ob ich „nicht schon zuvor begonnen zu sterben“ habe? Das Buch, das ich jetzt lese, fängt mit einem Zitat an: „Jeder Atemzug wehrt den beständig eindringenden Tod ab. (…) Zuletzt muss er siegen: denn ihm sind wir schon von Geburt anheimgefallen. (…) Wir setzen indessen unser Leben (…) fort, so lange als möglich, wie man eine Seifenblase so lange und groß als möglich aufbläst, wiewohl mit der festen Gewissheit, dass sie platzen wird.“ Darüber lässt sich wieder ewig grübeln.

21 Nichtschwimmer-Küken ausgesetzt im Hochwasser 02/03.06.2013

Grübelbuch: Sonntag, 02.06.2013
Stimmung gut – viele Pläne
Bastelzimmer, Küche und Schlafzimmer aufräumen
(dann doch mein Experiment gegen 18 Uhr durchgeführt. Ich wusste, ich muss aber nochmal raus, weil ich noch die Krankschreibung von F. einstecken musste. Und gegen 22 Uhr high Richtung Hochwasser marschiert. Im Gepäck 21 Enten aus Gips, die nicht mal schwimmen können und ein Fotoapparat. Und es regnete in Strömen!)

In der PsyTa wurde mir gesagt, ich wäre unfähig, mich meinen eigenen Gefühlen zu stellen. Deshalb würde ich die Emotionen aus Filmen, aus Liedern und von anderen klauen. Bea, lass uns diese Filme gucken:
  1. „Das Meer in mir“ (ein vollständig gelähmter Mann erzählt der Frau, in die er sich verliebt, dass er sich überall „hinträumen“ kann)
  2. „Liebe“
  3. „Vergiss mein Nicht“
  4. „Oskar und die Dame in Rosa“
  5. „Der Mondmann“
  6. „Melancholia“
  7. „The Tree of Life“
  8. „Into the Wild“
(Nachtrag von heute: man sollte einen Videobeamer besorgen und dann alle 14 Tage einen Filmabend für Interessierte machen und danach über die Filme reden)
So jetzt schreib ich die Kritzeleien aus dem Buch mal ab. Jeder Gedanke war wieder mit einem riesigen Konzept verbunden, aber das würde jetzt zu weit führen. Ich hoffe mal, dass ich durch meine Kommentare jetzt nicht das Gefühl von Sonntagnacht verfälsche!
Gedanken sichtbar machen!
Wie? Kunst, Musik, Literatur.
Gedanken und Wirklichkeit sind getrennt.
Beide kämpfen miteinander! Krieg.
Ich bin in der Gedankenwelt gefangen.
Warum? Weil ich das gestalten kann. (Vgl. „Das Meer in mir“)
(Anmerk. 04.06. jetzt kommen ein paar Fetzen zu Scientology, ich bin Christ! Ich mag keine Sekte. Ich hatte nur an diesem Tag vorher einen Artikel über die gelesen. Ich glaube, die sind so verführerisch und gefährlich, weil die genau mit diesen Dingen, die scheinbar viele Menschen betreffen, arbeiten.)
Scientology… im Hier, Jetzt, in der Wirklichkeit leben
In der Realität ist bei mir nichts.
Allein… also Flucht in eine Fantasiewelt.
„Alice im Wunderland“ Szene „Ja du bist völlig verrückt“.
Wie komme ich nach Hause? Wo ist zuhause?
Ist das echt? Was ist echt?
vgl. den Film „Matrix“. Was sind Gefühle? Was ist Realität?
Scientology: Furcht ist nur ein Gedankenkonstrukt!
Ich muss meine Gedanken beeinflussen.
Abgetrennt? Geteilte Welt? Ich muss wieder eins werden!
Ying/Yang – Solar Buddha (Anmerk.: war in einem Einkaufsprospekt) Plastikjesus?
Ist bekifft sein super, um alles zu verstehen? Sieht so aus.
Aber was ist echt? Was die wirkliche Welt?
Mein Drehbuch „If i can sleep forever“ Dandy Warhols
(Anmerk.: ich hatte mal mit Anfang 20 die Idee, einen Film zu drehen J und habe sogar versucht, ein Drehbuch zu schreiben. Ein junger Mann wacht nach einer wilden Nacht auf und erlebt dann komische Dinge. Am Ende kommt raus, dass er gar nicht aufgewacht ist, sondern das alles nur ein Traum war und er in einem Krankenhaus liegt und stirbt. In den letzten Jahren habe ich aber mitbekommen, dass schon viele Künstler und Filmemacher dieses Motiv benutzt haben)
Bea ist gut. Vgl. Bertha Kessels Kunstblog
Gips-Krokodil und eine abgetrennte Gipshand auszusetzen, das macht Anderen Angst – Kunst soll keine Angst machen.
Enten? Warum Enten? Keine Ahnung. Aber jetzt haben sie eine Geschichte! Alles hängt mit allem zusammen!
Die chronologische Ordnung ist gestört.
Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen.
Ich denke gerade, ich kenne jetzt alle Regeln, da ich das System zwischen dem Hier und jetzt und der Gedanken- und Gefühlswelt zu überblicken meine.
Fotos und Schrift – Dokumentation ist super.
Jetzt wieder B.-Film.
Du machst dir ein Bild von mir. Und ich bediene dieses Bild für dich. Das ist nicht echt! Wie sortiere ich meine Fotos? Und die kleinen Brüder mache ich lächerlich!
Gespräch mit M. 10 Minuten lang – das war sehr krass.
20.30 Uhr
Tagebuch Anne Frank – mein Blog?
M. Facebook „Die gehen doch unter?“ Ja, ich gehe doch auch unter? Nein, lieber nicht!
Kann ich auf einem Foto Menschen kategorisieren? Sehe ich, wie jemand ist? Mann von bayerischer CSU-Ministerin verkauft teure Modellautos, die psychisch kranke Mörder in der Anstalt bauen, für Millionen Euro.
Nur weil es schwarz-weiß ist, wird es nicht besser! (Anm.: ich hatte mir auf Facebook Fotos von einem Fotografen angesehen)
Weit weg – Hubert v. Goisern
Drei Stunden bekifft. Nichts gemacht. Stillstehen.
In Gedanken hab ich hart gearbeitet.
Zeit des Erwachens – jetzt bin ich wieder wach.
Ist in dieser „Gedankenarbeit“ Kunst für die Realität entstanden?
War ich nahe am Tod? War der Himmel offen für mich? Habe ich etwas gesehen?
Wenn man trinkt, denkt man nicht, vgl. mit Fühlen
Sertralin – Schleier – vgl. Scientology gegen Psychomedis
A. – Eiswürfel sind zu schwer im Bauch… ich habs gedacht und in Gedanken direkt vor mir gesehen. Bea – er ist gerade woanders… Wirklichkeit?
Gedanken an den kalten Winter in S. Zimmer… ich erfriere.
Radio an… Denkpause? Nee!
Trip ist Meditation!
Fotos von Grimassen von mir. Mich fühlen. Wer bin ich jetzt?
Was habt ihr in der PsyTa mit mir gemacht?
Ich denke an den Weg morgen zur Arbeit und die Diskussionen, wenn ich wegen dem Wasser zu spät komme – vgl. „Hammer“ Geschichte aus der PsyTa

(Notiz auf einem Schmierzettel, muss also in diesem Moment sehr wichtig gewesen sein)
Ich begegne Angst mit Härte und Sarkasmus vgl. Papa und F.
Ich bin dann nicht in der Wirklichkeit!
Sterbe ich jetzt?
Kann ich in den Himmel schauen?

28.05.2013

Das Ende?

IMG_2367Aus aktuellem Anlass ein kurzes Video über die Skulptur mit dem Schild „Bitte Ruhe bewahren!“ von Bertha K. an der Baustelle in der Westbahnhofstraße in Jena.

Lisa schreibt: „Deine Figur ist am Boden“. Berthas! Da sind gestern abend scheinbar randalierende Jugendliche mit bildender Kunst in Berührung gekommen. Sehr gut! Welche Künstler können das schon von sich behaupten! Kunst wegzusperren, damit sie keiner kaputt macht? Ist doch langweilig! Außerdem hab ich gestern abend, als das passiert ist, einen sehr bewegenden Film gesehen. „Am Ende eines viel zu kurzen Tages.“ Diese Figur hatte immerhin drei Tage ihre Show! Außerdem hat Bertha jetzt einen Grund,  weiterzubasteln. Und sie hat noch eine Menge auf Lager! 🙂 PsyTaArt